Ja zum B-Plan Stockberg

Die Freien Demokraten tun sich traditionell immer etwas schwer mit regulativen Entscheidungen und Eingriffen, vor allen Dingen dann, wenn sie vermeintlich in die Entscheidungsfreiheit der Bürger oder Unternehmen eingreifen. Es ist aber auch unsere Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Bürger und Unternehmen letztendlich ihre Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit nutzen und ausüben können. Bei der vorliegenden Entscheidung über die Aufstellung des B-Planes handelt es sich um die Schaffung von solchen Rahmenbedingungen, innerhalb dessen die Ansiedlung von Gewerbe geschehen und sich entwickeln kann, und zwar im Interesse des Gemeinwohls der Stadt Leichlingen und seiner Bürger.

Die FDP unterstützt den Verwaltungsvorschlag hinsichtlich Art und Umfang. Wir sind der Auffassung, dass Leichlingen gar keine andere Wahl hat als die Ansiedlung von eher kleinteiligem Gewerbe haben sowohl was die verfügbaren Flächengrößen als auch die Wettbewerbersituation gegenüber den Nachbarkommunen betrifft.

Natürlich haben wir es schwerer als unsere Nachbarkommunen, Gewerbe anzusiedeln, die Gründe dafür sind vielschichtig und bekannt. Allerdings müssen wir uns auch nicht kleiner machen als wir sind und all unsere Zielsetzungen für eine zügellose und ungeordnete Gewerbeansiedlung opfern. Doch leider geht das nicht immer zum Nulltarif. Um mittel- und langfristig diese Ziele erreichen zu können, müssen wir auch den einen oder anderen Euro in die Hand nehmen. Wir investieren zum Beispiel jedes Jahr rund 800.00 in den Betrieb des Schwimmbades, wir haben jetzt 750.000 EUR in den Aufbau des Breitbandnetzes gesteckt, alles Investitionen oder Ausgaben, die der Bevölkerung und auch den Unternehmen zu Gute kommen. Warum sollen wir also nicht auch Geld in die Entwicklung von Gewerbegebieten stecken, um mittel- und langfristig eben diese Ausgaben durch zusätzliche Einnahmen zu sichern?

Wichtige und zukunftsträchtige Entscheidungen stehen an, ordnen wir sie dem Gesamtinteresse und dem Wohle der Stadt Leichlingen und nicht Einzelinteressen unter, so gern man das auch tun würde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.